Prüfung der USt-IdNr. per Mausklick

Geschäftsbeziehungen mit ausländischen Partnern gehören inzwischen
für viele Unternehmen zum normalen Tagesgeschäft. Dabei müssen jedoch
die nationalen Besteuerungsregelungen beachtet werden, beispielsweise
die unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze.

Unternehmer, die Waren
innerhalb des EU-Gemeinschaftsgebietes liefern oder erwerben möchten,
benötigen deshalb eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.).
Diese Nummer ist eine eindeutige und EU-weit geltende Steuernummer,
die zusätzlich zu der von den nationalen Finanzbehörden zugeteilten
Steuernummer beantragt werden muss.

Nettorechnung darf nur bei gültiger USt-IdNr. erteilt werden
Die USt-IdNr. soll helfen, die Umsatzbesteuerung in der EU zu
vereinfachen. Bei Warenlieferungen in ein anderes EU-Land wird die
Rechnung nämlich nur über den Nettobetrag ausgestellt (ohne
Umsatzsteuer), wenn der Empfänger die Umsatzbesteuerung vornimmt.
Dies wird immer dann unterstellt, wenn der Empfänger seine USt-IdNr.
angibt.

Dabei stellt sich die Frage: Ist die USt-IdNr., die der
Geschäftspartner mitgeteilt hat, auch echt? Ist der Geschäftspartner
tatsächlich ein Unternehmer und kommt er seinen umsatzsteuerlichen
Verpflichtungen nach? Denn tut er dies nicht, kann der deutsche
Fiskus die nicht in Rechnung gestellte Umsatzsteuer vom Lieferanten
nachverlangen. Daher sollte jeder Unternehmer prüfen, ob ihm eine
gültige USt-IdNr. mitgeteilt wurde.

MIAS schützt vor unfreiwillige Verwicklung in Betrugsfälle
Bisher war es nur möglich, eine Anfrage an das Bundeszentralamt für
Steuern zu stellen, welches die Prüfung mit Hilfe des
Mehrwertsteuerinformationsaustauschsystem (MIAS) vornahm. MIAS ist
ein System zur elektronischen Übermittlung von Informationen über die
Gültigkeit von USt-IdNr.
Nun bietet die EU-Kommission einen neuen Online-Dienst unter
(der folgende Link führt Sie zu einer anderen Internetseite, für deren Inhalt wir keine Haftung übernehmen!):

http://evatr.bff-online.de/eVatR/


Damit kann jeder Unternehmer selbst über MIAS prüfen, ob die
angegebene USt-IdNr. gültig ist.

Mit dem neuen Online-Dienst wird die Rechtssicherheit für
Unternehmer, die unfreiwillig in Betrugsfälle verwickelt werden,
erhöht. Denn wer über MIAS anfragt, erhält eine Bescheinigung, dass
die USt-ID-Nr. auf ihre Gültigkeit hin überprüft wurde. Diese
Bescheinigung dient als Nachweis, dass im gutem Glauben gehandelt
wurde, als die Rechnung für eine innergemeinschaftliche Lieferung
ohne Mehrwertsteuer erstellt wurde. Gleichzeitig kann das Finanzamt
die Umsatzsteuer dann auch nicht nachfordern.